Auswahl therapeutischer Verfahren

Sympathicolyse

Der Sympathicus als ein Teil des vegetativen (unbewussten) Nervensystems hat im menschlichen Körper vielfältige Aufgaben.

Unter anderem kann der Sympathicus die Arterien über die Beeinflussung der Gefäßwandmuskulatur verengen. Außerdem wird ein Teil unseres Schmerzempfindens über diesen Zweig des Nervensystems geleitet.

Es besteht die Möglichkeit mit Hilfe eines Computertomographen eine dünne Nadel an den Ort der Sympathicus-Nervenbahn vorzuschieben (siehe Bild 1). Wenn die Nadelspitze an der richtigen Stelle liegt, wird 98%iger Alkohol zur Zerstörung dieses Nerven eingespritzt (siehe Bild 2). Damit der Arzt eine Kontrolle über die Verteilung des Alkohols hat, wird diesem zur Sichtbarmachung ein wenig Kontrastmittel beigemischt. Da zusätzlich noch lokales Betäubungsmittel verwendet wird, ist der Eingriff schmerzfrei.

Dieses Verfahren ist u.a. für Patienten in ausgeprägten Stadien der peripheren arteriellen Verschlusserkankung bei ausgeschöpften anderen Therapieverfahren und schwerem Schmerzsyndrom sowie für spezielle andere Erkrankungsbilder geeignet.

Sympathico = Sympathicus (Teil des unbewussten Nervensystems des Menschen)

Lyse = Auflösung, Zerstörung

 

Die eingebrachte Nadel (weiße Linie) liegt mit Ihrer Spitze neben der Wirbelsäule im Bereich der sympathischen Nervenstränge. ... jetzt kann gespritzt werden