Auswahl therapeutischer Verfahren

Die Ausschälplastik: "Die Thrombendarterektomie = TEA"

Die Arterie besteht aus drei Schichten, welche durch Membranen voneinander getrennt sind. Die Verschlussprozesse spielen sich entweder als Akutverschluss innerhalb des Lumens oder als chronischer Verschluss innerhalb der Gefäßwand ab. Eine wichtige und häufig angewandte Form der Wiederöffnung der Gefäßstrombahn bei chronischen Verschlüssen ist die Ausschälplastik- TEA.                                                                        

Hier werden die Ablagerungen zusammen mit der krankhaft veränderten Innenschicht der Gefäßwand entfernt. Man unterscheidet drei Operationstechniken:

1. Das offene Operationsverfahren

Hier wird die Arterie längs eröffnet und die krankhafte Gefäßwand mit einem kleinen Gefäßspatel von der gesunden Schicht getrennt und entfernt. Geeignet hierfür sind kurzstreckige Gefäßverengungen, wobei dieses Verfahren aber auch mit einer Bypassanlage zur Überbrückung nachfolgender langstreckiger Verschlüsse kombiniert werden kann.

2. Das halbgeschlossene Operationsverfahren

Voraussetzung hierfür ist das Lösen des Kalkzylinders nach Methode 1, wobei der Kalkzylinder nicht gleich entfernt, sondern durch einen Ring gefädelt wird. Mit diesem Ring geht man dann innerhalb der geschlossenen Gefäßwand entlang und entfernt so auch den nicht durch direkten operativen Zugang erreichbaren vorhandenen Gefäßkalk. Leider eignen sich nur sehr wenige erkrankte Arterie für diese Methode.

Beide Methoden werden mit Aufnähen eines Patches verschlossen. Als Patchmaterialien kommen verschiedene Kunststoffe, aber auch die eigene Vene zum Einsatz.


3. Eversionsthrombendarterektomie

Hier wird das erkrankte Gefäß an einer Gefäßverzweigung abgeschnitten und die gesunde Gefäßaußenhaut über die erkrankte Gefäßinnenschicht gestülpt. So kann der Kalkzylinder "ausgekrempelt" werden. Anschließend werden die Gefäßstümpfe wieder miteinander vernäht. Aufgrund der Gefäßanatomie des Menschen wird dieses elegante Verfahren fast ausschließlich an den Halsschlagadern angewandt, hat hier aber durchaus seine Vorteile.

Der stationäre Aufenthalt beläuft sich bei allen Verfahren auf 8-10 Tage.